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Olympia 2022: Olympische Winterspiele in der Smogstadt

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Nach den olympischen Sommerspielen 2008 in Peking hat sich die chinesische Hauptstadt erfolgreich für die Winter-Ausgabe beworben. In den nächsten Jahren werden sich Sportler und Fans mehrmals auf Spiele in Asien einstellen müssen.

Olympische Winterspiele in Peking?! Was vor 10 Jahren in etwa annährend wahrscheinlich war wie eine Meisterschaft des FC Schalke 04 soll im Jahre 2022 Wirklichkeit werden. Peking wird als erste Stadt in der Geschichte nach olympischen Sommerspielen auch die Winterspiele austragen. Und das in einem Zeitraum von gerade einmal 14 Jahren. Im Sommer 2008 durfte Peking bereits das traditionsreichste Sportereignis der Welt ausrichten.

Olympia wieder einmal in Asien

Die Vergaben der Spiele 2018 nach Pyeongchang, 2020 nach Tokio und 2022 nach Peking verfestigen den Eindruck, dass dem IOC wirtschaftliche Gründe wichtiger geworden sind als pragmatische oder ökologische Aspekte. Standorte wie München (Olympia 1972), Stockholm (Olympia 1956) oder Helsinki (Olympia 1952) haben es immer schwerer sich gegen die zahlungskräftige Konkurrenz aus Fernost durchzusetzen. Ein Schlag ins Gesicht für jeden Nostalgiker.

Aus 8 mach 2

Durch den Rückzug der Olympia Bewerbungen von München, Krakau, Barcelona, Lwiw, St. Moritz und Stockholm, waren nur noch 2 Kandidaten für eine mögliche Austragung der Spiele übrig geblieben. Auf der einen Seite die 1,5 Millionen Einwohner Stadt Almaty in Kasachstan, auf der anderen die Weltmetropole Peking.

In München scheiterte die Olympia-Bewerbung wegen eines Bürgerentscheids schon in den eigenen Reihen. In den eher antidemokratischen Systemen Chinas und Kasachstans wäre so etwas nicht vorstellbar. Die Machthaber genießen wie auch ihre getroffenen Entscheidungen großen Rückhalt. 88% der Bürger Pekings hatten sich für Olympia ausgesprochen. Menschenrechte werden sowohl in Kasachstan als auch in China nicht sonderlich geachtet. Dass es dem Internationalen Olympischen Komitee nicht um Menschenrechte geht, zeigte erst die Wahl Sotschis.

Almatys Vorteile

Während in den Austragungsorten für die Sportveranstaltungen in Peking Yanqing (90 km von Peking entfernt) und Zhangjiakou (190 km von Peking entfernt) die Chance auf echten Schnee gering sind, hätte Almaty wenn überhaupt mit anderen Problemen zu kämpfen gehabt. Außerdem wären dort ein Großteil der Sportstätten schon vorhanden und alle Wettkampfplätze wären in einem Radius von 30 Kilometern um das geplante Olympische Dorf vorhanden.

Pekings größtes Bauvorhaben ist der Bau eines Schnellzugs zwischen Peking und Zhangjiakou eigens für die Olympischen Spiele. Die 190 Kilometer lange Strecke soll in nur 70 Minuten Sportler, Fans und Funktionäre in die Stadt am Rande des mongolischen Hochplateaus bringen. Der Schnellzug ist aber nicht das einzige Großprojekt. Von 19 Sportstätten müssen 9 noch errichtet werden.

Immerhin wird das „Vogelnest“ seine zweiten Spiele erleben. Im Nationalstadion Peking soll jedoch nur die Eröffnungs- sowie Schlussfeier stattfinden.

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