Fußball

Fußball: Das brasilianische Modell im Kraichgau

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Mit Roberto Firminio verliert die TSG Hoffenheim eine tragende Säule. Die Erfolgsgeschichte des Brasilianers verdeutlicht allerdings, dass der Verein weiterhin auf ein Transferstrategie bauen kann.

Ein Geschäftsmodell der TSG Hoffenheim ist seit dem Einstieg ihres Mäzens Dietmar Hopp folgendes: Für wenig Geld werden junge Brasilianer geholt, die sich nach einigen Jahren im Idealfall für zweistellige Millionenbeträge zahlungskräftigen Vereinen anschließen sollen. Nach Carlos Eduardo (Kaufpreis: 7 Millionen Euro, Verkaufspreis: 20 Millionen Euro) und Luiz Gustavo (Kaufpreis: 1 Million Euro, Verkaufspreis: 20 Millionen Euro) ist Roberto Firmino nun der nächste Beweis dafür, dass diese Strategie aufzugehen scheint.

Der 23-jährige Brasilianer kam 2011 für 4 Millionen Euro von Figueirense FC in den Kraichgau. Seit damals hat sich der schmächtige Stürmer neben Kevin Volland zum wichtigsten Bestandteil des Hoffenheimer Teams gemausert. Selbst dem brasilianischen Fußballverband ist Firminos Talent nicht verborgen geblieben und der Angreifer konnte auch auf internationaler Ebene überzeugen. Bislang gelangen ihm vier Tore in neun Länderspielen. Derzeit steht Firmino mit Brasilien im Viertelfinale bei der Copa America. Beim wichtigen 2:1 Erfolg gegen Venezuela im letzten Gruppenspiel steuerte er einen Treffer bei.

Ab 1. Juli ist Roberto Firmino ein Liverpooler. Mit einer angeblichen Ablösesumme von 41 Millionen Euro wird er zum teuersten Bundesliga-Profi der Geschichte. Er löst Javi Martinez ab, der 2012 für 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao zum FC Bayern kam. Liverpool plant mit diesem Transfer bereits die Zukunft. Firmino soll den abwanderungswilligen Raheem Sterling ersetzen. Dieser wird unter anderem mit Real Madrid und Manchester City in Verbindung gebracht.

Hoffenheims Hoffnungen ruhen jetzt wieder auf einem jungen Brasilianer. Der 18-jährige Stürmer Joelinton kommt vom Sport Club do Recife.

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