Basketball

NBA Finals 2015: Golden States historischer Coup

Nach einer 40 Jahre langen Durststrecke holten die Golden State Warriors am frühen Mittwochmorgen die NBA Championship wieder nach Oakland zurück. Nach 4:2 gegen die Cleveland Cavaliers in der Finalserie und einer Bilanz von 67 Siegen aus 82 Spielen in der Regular Season darf sich die Mannschaft um Stephen Curry verdientermaßen die berühmten Meisterringe an ihre Finger stecken. 

Die Warriors kamen nach der 2:1 Führung der Cavs in der best-of-seven-Serie eindrucksvoll zurück, während Clevland der unfassbaren Belastung, bedingt durch die Ausfälle der Starspieler Irving und Love, Tribut zollen musste. Bis zum dritten Spiel ging der Matchplan der Cavaliers noch auf. Doch die Strapazen durch je eine Verlängerung in den ersten beiden Spielen waren für den tieferen Kader der Warriors leichter aufzufangen als für den der Cavaliers, der mit J.R. Smith und James Jones nur zwei wichtige Bankspieler aufweisen konnte. Im letzten Spiel sollte LeBron James nur 18 Sekunden auf der Bank verbringen.

LeBron zeigt die Leistung eines Königs

Der selbsternannte King trug sein Team durch die gesamte Finalserie. Ihm hatte es sein Team zu verdanken, dass die Cavaliers die Finals überhaupt erreichen konnten. In den 6 Spielen legte er durchschnittlich wahnwitzige 35,8 Punkte, 13,3 Rebounds und 8,8 Assists auf. Zweimal gelang ihm ein Triple-Double. Kein Experte würde sich echauffieren, wenn er anstatt Andre Iguodala zum Finals-MVP ernannt worden wäre. Doch nach dem Selbstverständnis vieler Amerikaner zählt nur der Titel. Diesen hat James zweimal gewonnen, doch insgesamt hatte er in vier NBA-Finals das Nachsehen. Michael Jordan stand ebenfalls in sechs NBA-Finals und gewann alle mit den Chicago Bulls.

Sieg des Teambasketballs

Es fällt schwer im überaus erfolgreichen Team der Warriors, einen bestimmten Spieler herauszuheben. Natürlich spielte Steph Curry eine herausragende Saison. Er wurde aber vor allem in den ersten Spielen vom Australier Matthew Dellavedova ausgeschaltet. Der andere „Splash Brother“ Klay Thompson haderte in einigen Spielen mit seinem Wurf und konnte nur zeitweise überzeugen.

Schließlich wurde ein Spieler zum wichtigsten Spieler der Finals ernannt, der die Serie noch von der Bank begonnen hatte – nämlich Andre Iguodala. Der 31-jährige wurde zum X-Faktor, denn als Golden State 1:2 zurücklag, beorderte Coach Steve Kerr ihn in die Startaufstellung. Iguodala überzeugte an beiden Enden des Spielfelds. Offensiv stellte er in Spiel vier und sechs mit 22 bzw. 25 Punkten einen persönlichen Saisonrekord auf und defensiv bekam er die Aufgabe, den besten Basketballer der Welt zu verteidigen. Da ihm dies besser gelang als Harrison Barnes, ist diese Auszeichnung gerechtfertigt.

Die Zukunft in Oakland könnte rosiger nicht aussehen. Draymond Green, der den zweimaligen All Star David Lee aus der Starting Five verdrängte, hat seinen Verbleib schon bestätigt. Einzig Lee steht vor einem Absprung.

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