Fußball

Fußball: Stoke City öffnet die Pforten für eiskaltes Liverpool

Das Wappen des FC Liverpool

Der FC Liverpool gewinnt nach den Feierlichkeiten mit 4:1 gegen Stoke City. Das Team von Trainer Jürgen Klopp profitiert dabei vor allem von Fehlern der Gäste. Gegen den FC Chelsea dürfte es vermutlich einen härteren Schlagabtausch geben.

Die Weihnachtszeit ist die Phase des Schenkens und der Besinnlichkeit. In der kältesten Zeit des Jahres versuchen die Menschen aus dem hektischen Alltag auszubrechen. Sie machen sich den ein oder anderen Gefallen, kommen sich näher und erleben gemeinsam mit ihren Mitmenschen, Partnern und der Familie intensive, stressfreie Stunden. Der Fußballclub Stoke City aus der englischen Premier League nahm das mit dem Schenken jedoch ein wenig zu ernst.

Zum einen ist Weihnachten seit gestern vorbei, zum anderen kämpft Stoke um Punkte und Tabellenplätze, die viel zu wertvoll sind als das man sie eingepackt in einem dicken Geschenkesack in Liverpool lässt. Gegen die „Reds“ gab es im vorletzten Spiel vor dem Jahreswechsel eine 1:4-Niederlage an der Anfield Road, dabei hatte doch alles so gut angefangen.

Stoke geht früh in Führung

Nach nur 12 gespielten Minuten schlug der agile Linksverteidiger Erik Pieters eine Flanke in die Mitte, wo Jonathan Walters per Kopf Simon Mignolet, der den Stammplatz im Tor von Loris Karius übernommen hat, überwand. Liverpool konnte den Ball nicht aus der Gefahrenzone klären, nachdem die Chance für die Schützlinge von Trainer Mark Hughes schon dahin schien. Ein Start nach Maß, dachten sich auch die Gäste. Nach 18 Minuten setzte sich Joe Allen in Strafraumhöhe gegen den ansonsten starken James Milner und Dejan Lovren durch, lediglich Mignolet verhinderte einen höheren Rückstand seiner Elf.

Doch nach den ersten Schockmomenten kamen die Gastgeber besser in ihren Rhythmus. Roberto Firmino, nominell auf Linksaußen zu finden, zog immer wieder ins Zentrum und tauchte dort einige Male gefährlich vor dem Tor von Lee Grant auf. So wie in der 24. Minute, als der 2,01 m-Schrank Peter Crouch als letzte Rettung auf der Linie klären konnte. Liverpool übernahm zwar jetzt die Spielkontrolle, ohne aber restlos zu überzeugen.

Glen Johnson mit dem ersten Fehler

Nach 35 Minuten machte Stoke den „Reds“ das erste große Geschenk. Nach einem Steilpass bediente der Rechtsaußen Sadio Mane seinen Teamkollegen Adam Lallana, dem der Ball unter Gegnerdruck versprang und Glen Johnson vor die Füße fiel. Der Ex-Liverpooler Johnson wusste nichts so rechtes mit dem Ball anzufangen und passte ihn halbherzig in die Mitte und Lallana war der Nutznießer des Lapsus und erzielte aus spitzem Winkel den verdienten Ausgleich. Stoke ließ sich nun immer weiter in die eigene Hälfte zurückfallen und zeigte auch nicht mehr den Willen, den Gegner unter Druck zu setzen und über Konter Torgefahr auszustrahlen. Kurz vor der Halbzeit wähnten sie sich darüber hinaus anscheinend schon in der Pause.

Der Brasilianer Firmino war freistehend im Strafraum angespielt worden, drehte sich zum Tor, machte noch einen Schritt mit dem Ball und zog aus etwa 13 Metern ab. Vom rechten Pfosten sprang der Ball ans linke Aluminium, von da ins Tor. Zum Zeitpunkt seines Schusses befanden sich gegenüber 7 Verteidigern von Stoke drei Angreifer Liverpools im Strafraum. Das Motto des Adventslieds „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ steht bei den „Potters“ wohl hoch im Kurs, anders zu erklären ist die totale Arbeitsverweigerung der Verteidiger nicht.

In der zweiten Halbzeit wurde Liverpool immer druckvoller. LFC erspielte sich jetzt ein klares Übergewicht und die Führung war ab dann nie mehr wirklich gefährdet. In der 59. Minute lud Gianelli Imbula die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ein weiteres Mal ein. Sein missglückter Kopfball landete genau bei Jordan Henderson. Liverpools Kapitän spielte weiter zu Origi, seine flache Hereingabe stocherte Pechvogel Imbula selbst ins Tor.

Mane hätte zwei Minuten später erhöhen können, doch sein Schuss aus kurzer Distanz wurde von Ryan Shawcross abgeblockt. Apropos Shawcross: Auch der 29-jährige zeigte sich gütig und verteilte das nächste Präsent. Seinen völlig verpatzten Rückpass, gedacht war er für den Torwart, fing der kurz zuvor eingewechselte Daniel Sturridge ab. Lässig umkurvte er Grant und schob den Ball zum 4:1-Endstand ins Netz.

Nach dem verdienten Heimsieg nach 0:1-Rückstand darf Liverpool weiter von der Championsleague träumen und vielleicht auch auf ein bisschen mehr. Der FC Chelsea führt hingegen immer noch die Tabelle mit 6 Punkten Vorsprung an. Am 31. Januar 2017 treffen beide Topteams aufeinander. Von einer so großen Anzahl an Geschenken wie am heutigen Dienstagabend sollte der FC Liverpool aber nicht ausgehen.

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