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NFL Draft 2021: Top-Talente 41-50

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41. Andre Cisco (Safety, Syracuse)

Ein starker Athlet mit tollen Instinkten und enormer Reichweite. Andre Cisco ist ein sehr schneller Safety und wird auch in der NFL Single-High spielen können. Seine Transition vom Backpedal in die in die Passdeckung erfolgt blitzartig. Cisco antizipiert Plays und hat exzellente Ballskills. In 24 College-Einsätzen kam er auf die stolze Ausbeute von 13 Interceptions.

Andre Cisco ist im März 21 Jahre alt geworden, vom Alter her scheint er reichlich Entwicklungspotential zu haben. Um ein Starter in der NFL zu werden, muss er sich jedoch auch auf vielen Gebieten steigern. Allen voran sein Einsatz und Kampfgeist sind fraglich. In manchen Szenen hat er nicht den größten Willen, ein Tackle zu machen. Ein Missstand, den er unbedingt abstellen sollte. Außerdem muss er bessere Winkel nehmen und geduldiger beim Tackeln werden. Grundsätzlich ist er in der Lage dazu, zuverlässig und hart zu tackeln. Cisco konzentriert sich zu sehr darauf, Big Plays zu machen, und lässt in Coverage noch zu viele Completions zu. Seine athletischen Fähigkeiten sind vielversprechend, andererseits muss Cisco noch viele Mankos in seinem Spiel beheben.

42. Ronnie Perkins (Edge-Rusher, Oklahoma)

Ein unterdurchschnittlich großer sowie schwerer Edge-Rusher mit großartiger Athletik. Ronnie Perkins explodiert von der Line of Scrimmage und paart dies mit einem guten Get-Off-Timing. Er hat respektable Bender-Qualitäten, kann also eng und geschmeidig um Offensive Tackles herumkommen. Bei Stunts ist er häufig zu schnell für gegnerische Guards. Er hat guten Closing Speed, um Plays gegen den Pass oder Lauf zu machen. Insgesamt fehlt es ihm an Power, er sollte noch mehr Muskelmasse aufbauen. Er schafft es zwar hin und wieder Schnelligkeit in Power zu konvertieren, ist dabei aber inkonstant.

43. Kellen Mond (Quarterback, Texas A&M)

Die schnelle Wurfbewegung und die hervorragende Armstärke sind seine größten Qualitäten. Kellen Mond zeigte in vielen Spielen gute Entscheidungsfindung, doch diese hat er nicht konstant abgerufen. Er ließ auf dem College freie Passfenster ungenutzt, mitunter dauerten seine Reads zu lange. Der 21-Jährige ist exzellent darin, seine Hot Routes gegen den Blitz zu identifizieren und den anschließenden Pass anzubringen. Seine Beweglichkeit ist ordentlich, als Passer aus dem Lauf ist Mond positiv aufgefallen. Auch seine Präzision als Passer ist noch unstet, immerhin warf er 2020 nur drei Interceptions. Seine Wurfbewegung ist zwar sehr schnell, wirkt allerdings etwas roboterhaft. Kellen Mond könnte in der NFL ein Low-End-Starter oder High-End-Backup werden.

44. Rashod Bateman (Wide Receiver, Minnesota)

Ein qualifizierter Route-Runner, der nach dem Catch Tackles bricht. Rashod Bateman ist schwer zu evaluieren, was an seinen unterschiedlichen Leistungen in der 2019er-Saison im Vergleich zu 2020 liegt. Im letzten Jahr wirkte er weniger explosiv, ließ fangbare Bälle fallen und schien im Allgemeinen etwas lustlos zu spielen. Er hatte auch Probleme, sich gegen Press Coverage Separation zu verschaffen. 2019 zeigte Bateman ein anderes Gesicht: Als Route-Runner kreierte er regelmäßig Separation und sein Release offenbarte sein athletisches Potential, wenngleich andere Receiver des Jahrgangs ihm athletisch etwas vorraus haben. Bisweilen könnte sein Route-Running noch klarer sein, teilweise macht er überflüssige Schritte beim Release oder in seinen Routen.

Rashod Bateman, hat Pässe weg vom Körper spektakulär gefangen und kann sowohl Outside als auch im Slot gewinnen. Für Verteidiger kann er aufgrund seiner Agilität und Geschmeidigkeit schwer greifbar sein. Als Passempfänger hat er gute Hand-Augen-Koordination gezeigt. Bateman ist gut darin, Pässe in Traffic zu fangen und dann Yards after Catch zu produzieren.

45. Jamin Davis (Linebacker, Kentucky)

Ein Off-Ball-Linebacker mit idealen Maßen, guter Athletik und Upside als Passverteidiger. Jamin Davis bewegt sich flüssig und ist schnell genug für die meisten Matchups in Coverage. Selbst in der Deckung von Floridas außergewöhnlichem Tight End Kyle Pitts hat er recht gut performt. Davis bringt alles mit, um in der NFL ein guter Cover-Linebacker zu werden. Der 22-Jährige beweist eine hohe Auffassungsgabe und hat beachtenswerte Ballskills. Als Verteidiger gegen den Lauf geht Jamin Davis aggressiv zu Werke, außerdem kann er schnell Plays lesen und dann mit guter Beschleunigung reagieren. Doch sein Verhalten gegen den Lauf ist noch inkonstant, insgesamt könnte er noch tiefer spielen. Davis ist noch kein fertiger Spieler, hat aber vielversprechende Anlagen.

46. Jevon Holland (Safety, Oregon)

Ein Safety mit hervorragenden Ballskills und guten Cover-Fähigkeiten, der oft in Ballnähe auftaucht. Jevon Holland setzte 2020 aus, hatte in den beiden Vorsaisons insgesamt neun Interceptions. Atletisch ist er kein Elite-Talent, dies macht er jedoch wett durch exzellente Antizipation und sicheres Lesen von Spielzügen. Der 21-Jährige undercuttet Routen und setzt seine Hände gut am Catch Point ein. Jevon Holland mangelt es an Recovery-Speed; wenn er einmal geschlagen wurde, kommt er meist nicht mehr hinterher. Seine Agilität ist auf gutem, aber nicht herausragendem Niveau. Von seinem Team wurde er als Returner eingesetzt, was für eine gewisse athletische Baseline spricht. Im Run Game setzt Holland gut die Edge, mitunter fehlt ihm ein wenig Physis und das Kämpfen um Blocks bereitet ihm Schwierigkeiten.

47. Jamar Johnson (Safety, Indiana)

Ein sehr intelligenter und instinktiver Safety. Jamar Johnson spielt mit guter Balance und bewegt sich flüssig. Er kann schnell die Richtung wechseln, sein Turn und Run ist geschmeidig. Clever positioniert er sich in Coverage, um Pässe abzuwehren. Johnson besitzt ein natürliches Spielgefühl und gute Hand-Augen-Koordination. Trotz leichter Limitierungen in puncto Schnelligkeit hat Jamar Johnson überdurchschnittliche Reichweite, die man sich von einem Free Safety wünscht. Bei Indiana spielte er auch als Single-High-Safety. Gegen Ohio State-Quarterback Justin Fields gelangen ihm zwei Interceptions. Er kann ein produktiver Blitzer sein, ist aber kein überragender Box-Spieler und muss sich im Tackling steigern.

48. Najee Harris (Runningback, Alabama)

Ein großer, schwerer Runningback, der trotzdem agil und schwer zu tackeln ist. Najee Harris bewegt sich horizontal fließend und clever. Er spielt geduldig und wartet ab, bis sich Blocks seiner Teamkollegen vor ihm entwickeln. Harris hat viel Power, auch wenn er diese noch besser einsetzen könnte. Dennoch ist er ziemlich resistent gegen gegnerische Tacklingversuche. Für einen Runningback ist er ein guter Receiver mit immensem Catch-Radius.

Najee Harris ist für NFL-Verhältnisse allerdings alles andere als schnell und explosiv. Er wird in der besten Liga der Welt keine regelmäßigen Touchdown-Läufe über 50 Yards hinlegen, sollte aber zuverlässig genügend Yards erzielen, um seine Offense auf dem Feld zu halten. In Pass Protection ist er besser als Travis Etienne, jedoch verfehlt er zu häufig anstürmende Blocker. Angesichts seiner Statur wird er in der NFL eine hohe Workload bewältigen können, allerdings muss er dann voraussichtlich mit weniger Freiraum und kleineren Holes zurechtkommen, als er sie beim Starensemble Alabamas vorfand.

49. Javonte Williams (Runningback, North Carolina)

Der Runningback mit der besten Contact Balance des Jahrgangs, 83 broken Tackles in der 2020er-Saison bestätigen diese Einschätzung. Verteidiger prallen einfach an Javonte Williams ab, obwohl er nur 1,77 Meter groß ist. Dafür bringt er 96 Kilogramm auf die Waage. Williams wird mindestens als physischer Goal-Line-Back in der NFL in Erscheinung treten, aber hat auch das Potential für mehr.

Javonte Williams ist explosiv und beweglich, wenngleich nicht auf dem Niveau seines ehemaligen Mitspielers Michael Carter. Es fehlt ihm an High-End-Schnelligkeit, um effizient und konstant Yards über die Außenseiten zu sammeln. Williams ist ein ordentlicher Receiver und hat vereinzelt zu tief geworfene Pässe gefangen, allerdings läuft er keine komplizierten Routen.

50. Chazz Surratt (Linebacker, North Carolina)

Linebacker mit guter Athletik und exzellentem Closing Speed. Chazz Surratt hat Sideline-to-Sideline-Reichweite und ist ein gefährlicher Blitzer, der gerne upfield kommt. Er diagnostiziert Spielzüge schnell und hält sich diszipliniert an seine Anweisungen. Auf der der High School war Surratt ein erfolgreicher Quarterback, daher hat der bereits 24-Jährige gar nicht so viel Linebacker-Erfahrung.

Chazz Surratt hat sich über seine College-Karriere im Tackling massiv verbessert, manchmal nimmt er jedoch ungünstige Winkel. In Coverage kann er mit durchschnittlich schnellen Receivern und Tight Ends mithalten. Als Pass Rusher kann er Tight Ends und Runningbacks schlagen und zum Quarterback kommen. In der Run Defense hat er noch Nachholbedarf. Er muss sich schneller von Blocks lösen, mitunter stößt Surratt mit seiner Play Strength an Grenzen.

Die Top-50 knapp verpasst haben: Rondale Moore (Wide Receiver, Purdue), Tyson Campbell (Cornerback, Georgia), Landon Dickerson (Center, Alabama), Creed Humphrey (Center, Oklahoma), Joe Tryon (Edge-Rusher, Washington), Osa Odighizuwa (Defensive Tackle, UCLA), Terrace Marshall Junior (Wide Receiver, LSU), Gregory Rousseau (Edge-Rusher, Miami), Tommy Tremble (Tight End, Notre Dame), Patrick Jones II (Edge-Rusher, Pittsburgh)

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